Feldhase
Lepus europaeus

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Feldhase schaut aufgeweckt in die Kamera
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Biologie

Der Feldhase ist dank seines Körperbaus ( stark entwickelte Hinterpfoten, großes Herz ) ein Ausdauerläufer; hohe Spitzengeschwindigkeiten ( 70 km / h ). Kann sich bei Gefahr auch bewegungslos auf den Boden ducken und bleibt dank Tarnfärbung oft vollkommen unbemerkt. Gräbt keine Baue, sondern ruht in Gebüschen oder Bodenmulden. Vegetarische Ernährung. Fortpflanzungszeit von Februar bis in den Herbst, 3 – 5 Würfe pro Jahr mit 2 – 4 Jungen pro Wurf. Keine Territorien, Aktionsgebiete 10 – 20 ha, z.  T. bis 500 ha. Bestandesgefährdende Faktoren sind in erster Linie wegen der Intensivierung der Landwirtschaft und der Zerstückelung des Lebensraums durch Straßen und andere Hindernisse.

Verbreitung

Bisher bekannte Vorkommen des Feldhasen in Wien sind u.a. die Donauinsel und die Weingärten im 18. und 19. Bezirk. Helfen Sie uns, mehr über das Vorkommen des Feldhasen in Wien herauszufinden, und melden Sie uns Ihre Beobachtung.

Erkennungsmerkmale

Braungraues, auf der Bauchseite helles Fell. Ohren mit schwarzen Spitzen. Schwanzoberseite schwarz.

Gehört zu
Masse

Kopf-Rumpf-Länge 48 – 67 cm,
Ohren 8 – 10 cm,
Gewicht 3 – 5 kg.

Ähnliche Arten

Andere Hasenartige sind das Wildkaninchen und der Schneehase. Der Schneehase ist ein Bewohner höherer Lagen, allerdings kommt es vereinzelt zu Hybridisierung (Kreuzung) zwischen den Arten. Kreuzungen zwischen Feldhase und Wildkaninchen sind auf Grund ihrer unterschiedlichen Chromosomenanzahl nicht möglich.

Gefährdungsgrad

potentiell gefährdet

Aktivitätszeit

Ganzjährig aktiv, vorwiegend in der Dämmerung und nachts.

Lebensraum

In lichten Wäldern, auf Waldlichtungen, in offenem Gelände und landwirtschaftlich genutzten Flächen an Waldrändern und Hecken, auf Brachflächen.

Mensch & Tier

Gefahren

Junghasen (Setzzeit von ca. März bis September) sind besonders verletzlich. Die Häsin kehrt nach der Geburt zum Säugen nur einmal pro Tag zum Wurf zurück. Die Junghasen verharren während dieser Zeit (ca. 3 Wochen) unbeweglich in einer flachen, meist gut geschützten Mulde. Landwirtschaftliche Maschinen, Fressfeinde, nasskaltes Wetter und Störungen durch Mensch und Hund sind Hauptverursacher für den Tod vieler Junghasen. Daher:

  • Spaziergänger: Bleiben Sie bitte auf den Wegen. Hasen können sich an ein gewisses Maß an Störungen gewöhnen, solange die für sie vorhersehbar sind.

  • Hundehalter: Führen Sie Ihren Hund an der Leine.

Fördermassnahmen
Unterstützen Sie Projekte zum Schutz der Feldhasen!

Die Gründe für den Rückgang des Feldhasenbestandes sind vielfältig: Heutzutage fehlen auf den Feldern Feldgehölze und Brachstreifen, das angebaute Getreide wächst viel dichter, die Ernte erfolgt maschinell und der Lebensraum ist durch Straßen und Siedlungen zerstückelt. Auch sind die Feinde der Junghasen wie Rabenkrähe, Hauskatze, Hund und Fuchs, häufiger geworden. Durch eine extensivere Landwirtschaft mit speziell für die Hasen angelegten inselartigen Brachflächen kann der Feldhase gefördert werden.

Beobachtungstipps

Hasenspuren

Der erste Schritt bei Hasenbeobachtungen ist das Suchen nach Spuren. Der Abdruck der Hasenpfoten ist im Schnee gut zu entdecken und sehr typisch. Leicht zu identifizieren sind auch die kleinen Kotpillen.

Spaziergang in der Dämmerung

Hasen sind dämmerungs- und nachtaktiv, im Siedlungsraum kann man sie mitunter auch tagsüber gut beobachten. Hat man also Hasenspuren entdeckt, kann man sich in der Dämmerung auf die Pirsch machen. Mit großer Wahrscheinlichkeit begegnet man dann verschiedenen Tieren, mit etwas Glück ist ein Hase dabei. 

Im Wildnispark Langenberg werden in einer reich strukturierten Anlage Feldhasen gehalten. Und auch im Tierpark Goldau können Feldhasen beobachtet werden.

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