Goldschakal
Canis aureus

Bild
Goldschakal unterwegs im Wald
biologie
Biologie
menschtier
Mensch & Tier
tipps
Tipps
galerie
Galerie
karte
Karte

Biologie

Das Kernverbreitungsgebiet des Goldschakals in Europa ist Bulgarien. Lange war sein Verbreitungsgebiet auf den Balkan beschränkt, mit einem ständigen Auf- und Ab in der Populationsgröße bedingt durch Verfolgung und Lebensraumveränderungen. Heute haben sich die Bestände der Art im Zuge von Schutzbemühungen in vielen Regionen wieder erholt. Nun breitet sich die Art weiter nach Westen aus. Expansionsbewegungen nach Norden über Bosnien, Rumänien und Ungarn reichen bis nach Tschechien und Österreich. Gleichzeitig erholen sich die Bestände in Griechenland und an der Adriatischen Küste (Kroatien und Slowenien).

Der gesellige Goldschakal kann mit seinen langen und kräftigen Beinen große Entfernungen überwinden. Goldschakale leben territorial in Paaren oder Familiengruppen auf 3-8km² und verteidigen ihre Reviere gegen Artgenossen. Im Herbst findet die Paarung statt, ca. 2 Monate später kommen bis zu 9 Welpen auf die Welt. Goldschakale können in freier Wildbahn bis zu 8 Jahre alt werden. Der Goldschakal ist ein Nahrungsopportunist: je nach geografischer Verbreitung, Jahreszeit und Verfügbarkeit werden vor allem Nager und Kleinsäuger, aber auch Frösche, Amphibien, Vögel und Insekten gefressen. Auch Aas wird als Nahrungsquelle gerne angenommen.

Verbreitung

Melden Sie uns Ihre Beobachtung – bitte am besten mit einer Dokumentation (Foto oder Video!)

Erkennungsmerkmale

Hochbeinig. Die Fellfarbe variiert von gelblichbraun bis goldgelb. Der Schwanz ist kurz und endet schwarz.

Gehört zu
Masse

Kopf-Rumpf-Länge 80-95 cm, Schwanz 20-30 cm, Schulterhöhe 35-50 cm

Gewicht: 8-15 kg

Ähnliche Arten

Fuchs und Wolf. Der Wolf ist größer, der Fuchs kleiner. Im Vergleich zum Fuchs wirkt der Goldschakal hochbeiniger. Der Schwanz des Fuchses ist länger und hat eine weiße Schwanzspitze, im Gegensatz dazu endet der kürzere Schwanz des Goldschakals schwarz.

Gefährdungsgrad

Nicht eingestuft (Rote Liste Österreich) – als neue Art, die nicht als Neozoon angesehen wird
In der EU unterliegt der Goldschakal der FFH-Richtlinie (Flora-Fauna-Habitat- Richtlinie, Anhang V) und genießt damit einen gewissen Schutzstatus.

Aktivitätszeit

ganzjährig aktiv. Vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv, aber auch am Tag unterwegs.

Lebensraum

Bevorzugt offene Landschaften, wie z.B. die Savanne, Halbwüsten und felsige Gegenden. In Mitteleuropa gehören unterholzreiche Wälder, verschilfte Feuchtgebiete und Flächen mit dichtem Gestrüpp zu den bevorzugten Lebensräumen.

Mensch & Tier

Fördermassnahmen
Beobachtungen melden

Die Verbreitung des Goldschakals in Österreich ist weitgehend unklar. Umso wichtiger sind Meldungen von Beobachtungen um die Verbreitung dokumentieren zu können. Meldungen mit Foto- oder Videodokumentation erleichtern es einzuschätzen ob tatsächlich ein Goldschakal oder doch ein Fuchs gesehen wurde.

Beobachtungstipps

Seltene Beobachtungen

Wer in Österreich oder der Schweiz einen Goldschakal beobachten kann, hat großes Glück. Wichtig ist es, solche Beobachtungen zu dokumentieren und bekannt zu geben. Dadurch kann mehr über die Verbreitung des Goldschakals in Österreich herausgefunden werden.

Offene Agrarlandschaft
Offene Agrarlandschaften eignen sich als Goldschakal Lebensraum.
Feuchtgebiet mit einem Wald im Hintergrund
Verschilfte Feuchtgebiete werden auch gerne angenommen.

Galerie

Für diese Tierart wurden noch keine Bilder hochgeladen.

Seiten 1
bis 0

Karte

Die Darstellung des Beobachtungsorts erfolgt mit Google Maps.
Das ist aber nur möglich, wenn Sie Ihre Zustimmung zur Datenschutzerklärung geben.
Klicken Sie dazu im blauen Balken unten auf "ich stimme zu" und aktualisieren Sie dann den Browser.