Goldschakal
Canis aureus
© Amy North / WikiCommons

Lebensraum

Hecken und Waldränder
Wald
Feuchtgebiet

Das Kernverbreitungsgebiet des Goldschakals in Europa ist Bulgarien. Lange war sein Verbreitungsgebiet auf den Balkan beschr√§nkt, mit einem st√§ndigen Auf- und Ab in der Populationsgr√∂√üe bedingt durch Verfolgung und Lebensraumver√§nderungen. Heute haben sich die Best√§nde der Art im Zuge von Schutzbem√ľhungen in vielen Regionen wieder erholt. Nun breitet sich die Art weiter nach Westen aus. Expansionsbewegungen nach Norden √ľber Bosnien, Rum√§nien und Ungarn reichen bis nach Tschechien und √Ėsterreich. Gleichzeitig erholen sich die Best√§nde in Griechenland und an der Adriatischen K√ľste (Kroatien und Slowenien).

Der gesellige Goldschakal kann mit seinen langen und kr√§ftigen Beinen gro√üe Entfernungen √ľberwinden. Goldschakale leben territorial in Paaren oder Familiengruppen auf 3-8km¬≤ und verteidigen ihre Reviere gegen Artgenossen. Im Herbst findet die Paarung statt, ca. 2 Monate sp√§ter kommen bis zu 9 Welpen auf die Welt. Goldschakale k√∂nnen in freier Wildbahn bis zu 8 Jahre alt werden. Der Goldschakal ist ein Nahrungsopportunist: je nach geografischer Verbreitung, Jahreszeit und Verf√ľgbarkeit werden vor allem Nager und Kleins√§uger, aber auch Fr√∂sche, Amphibien, V√∂gel und Insekten gefressen. Auch Aas wird als Nahrungsquelle gerne angenommen.

Erkennungsmerkmale 
Hochbeinig. Die Fellfarbe variiert von gelblichbraun bis goldgelb. Der Schwanz ist kurz und endet schwarz.
Lebensraum 
Bevorzugt offene Landschaften, wie z.B. die Savanne, Halbw√ľsten und felsige Gegenden. In Mitteleuropa geh√∂ren unterholzreiche W√§lder, verschilfte Feuchtgebiete und Fl√§chen mit dichtem Gestr√ľpp zu den bevorzugten Lebensr√§umen.
Gefährdungsgrad
Nicht eingestuft (Rote Liste √Ėsterreich) ‚Äď als neue Art, die nicht als Neozoon angesehen wird In der EU unterliegt der Goldschakal der FFH-Richtlinie (Flora-Fauna-Habitat- Richtlinie, Anhang V) und genie√üt damit einen gewissen Schutzstatus.
√Ąhnliche Arten

Fuchs und Wolf. Der Wolf ist gr√∂√üer, der Fuchs kleiner. Im Vergleich zum Fuchs wirkt der Goldschakal hochbeiniger. Der Schwanz des Fuchses ist l√§nger und hat eine wei√üe Schwanzspitze, im Gegensatz dazu endet der k√ľrzere Schwanz des Goldschakals schwarz.

Ma√üe 

Kopf-Rumpf-Länge 80-95 cm, Schwanz 20-30 cm, Schulterhöhe 35-50 cm

Gewicht: 8-15 kg

Aktivit√§tszeit 
ganzjährig aktiv. Vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv, aber auch am Tag unterwegs.
Verbreitung Wien
Melden Sie uns Ihre Beobachtung ‚Äď bitte am besten mit einer Dokumentation (Foto oder Video!)
Beobachtung eintragen
Text wurde mit freundlicher Genehmigung vom Haupt Verlag aus dem Buch Stadtfauna übernommen. Cover StadtFauna-Buch
Seltene Beobachtungen

Wer in √Ėsterreich oder der Schweiz einen Goldschakal beobachten kann, hat gro√ües Gl√ľck. Wichtig ist es, solche Beobachtungen zu dokumentieren und bekannt zu geben. Dadurch kann mehr √ľber die Verbreitung des Goldschakals in √Ėsterreich herausgefunden werden.

Offene Agrarlandschaften eignen sich als Goldschakal Lebensraum.

© Stefan Lefnaer / WikiCommons

 

Verschilfte Feuchtgebiete werden auch gerne angenommen.

© Traumrune / WikiCommons

Beobachtungen melden

Die Verbreitung des Goldschakals in √Ėsterreich ist weitgehend unklar. Umso wichtiger sind Meldungen von Beobachtungen um die Verbreitung dokumentieren zu k√∂nnen. Meldungen mit Foto- oder Videodokumentation erleichtern es einzusch√§tzen ob tats√§chlich ein Goldschakal oder doch ein Fuchs gesehen wurde.

StadtWildTiere Wien
StadtWildTiere