Nutria
Myocastor coypus
© Christian Fischer / WikiCommons

Lebensraum

Gewässer

Die Nutria, auch Sumpfbiber genannt, steht in der Gr√∂√üe zwischen Bisamratte und Biber. Wird in S√ľdamerika und Europa als Pelzliferant gez√ľchtet, freilebende Tiere gehen bei uns in Mitteleuropa auf entkommende Farmtiere und absichtliche Ansiedlungen zur√ľck. Nahrung: St√§ngel von Rohrkolben, Schilf, Binsen, Gr√§sern und Kr√§utern. Lebt paarweise, aber auch gesellig in Kolonien in Erdbauen am Ufer, Eingangs√∂ffnung √ľber Wasserspiegel, baut keine Burgen. Bei gro√üer Dichte k√∂nnen Sch√§den an D√§mmen entstehen. In Deutschland kommen Nutrias in den meisten Bundesl√§ndern vor, sind teilweise wenig scheu und lassen sich sogar von Spazierg√§ngern f√ľttern. Da Nutrias strenge Winter nicht gut √ľberstehen, k√∂nnen in Mitteleuropa einzelne Populationen rasch wieder zusammenbrechen, so z.B. im Wiener Schwarzenbergpark.

Erkennungsmerkmale 
Gro√ü und plump, Fellfarbe variabel zwischen hell bis dunkelbraun, dichte feine Unterwolle von starken Grannenhaaren √ľberdeckt. Schwanz mit Schuppen besetzt, kreisrund.
Lebensraum 
An B√§chen und Fl√ľssen mit reicher Ufervegetation, auch an n√§hrstoffreichen Seen und Teichen. In Mitteleuropa verschiedene Populationen unterschiedlicher Gr√∂√üe, an Flie√ügew√§ssern, gelegentlich auch in St√§dten, ebenso an Parkteichen. Gro√üe Verbreitungsl√ľcken besonders im mittleren Deutschland, in √Ėsterreich und der Schweiz.
Gefährdungsgrad
Nicht gefährdet, weil keine einheimische Art (Neozoon).
√Ąhnliche Arten

Der Biber (83-100cm) ist einiges gr√∂√üer als das Nutria (55-60cm). Auch die Bisamratte hat gewisse √Ąhnlichkeit mit dem Nutria, ihr Schwanz ist allerdings abgeflacht und nicht rund. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal sind die wei√üen Schnurrhaare des Nutrias.

Ma√üe 

Kopf-Rumpflänge 55-60 cm, 7-9 kg, Weibchen etwas kleiner als Männchen.

Aktivit√§tszeit 
Ganzjährig dämmerungs- und nachtaktiv.
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Text wurde mit freundlicher Genehmigung vom Haupt Verlag aus dem Buch Stadtfauna übernommen. Cover StadtFauna-Buch
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Ziesel. © sylmar / stadtwildtiere.at

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Einem Gewässerbewohner auf der Spur

Die Nutria sind ganzj√§hrig d√§mmerungs- und nachtaktiv. Ein lichtstarkes Fernglas oder ein Nachtsichtger√§t k√∂nnen f√ľr Beobachtungen n√ľtzlich sein. Wie Biber und Bisamratte sind sie ans Wasser gebunden und k√∂nnen daher am besten entlang von Gew√§ssern beobachtet werden. Eingangs√∂ffnungen zu den Bauen liegen √ľber dem Wasserspiegel und k√∂nnen als Beobachtungspunkt genutzt werden.

Höhlen von Nutrias am Ufer eines Teichs. © Sandra Gloor / swild.ch

 

Kot eines Nutria. © Sandra Gloor / swild.ch

 

Wechsel von Nutrias. © Sandra Gloor / swild.ch

Beobachtungen melden

Der Nutria ist ein Neueinwanderer (Neozoon). Solche Tierarten sollten nicht gefördert werden. Wichtig ist, neu eingewanderte Arten gut zu beobachten, weil sie negative Auswirkungen auf die Artenvielfalt haben können.

Nutrias k√∂nnen sich mitunter sehr zutraulich verhalten. Gezieltes F√ľttern ist zu vermeiden.

Mehr Informationen

Nutria beobachten im Tiergarten Schönbrunn

StadtWildTiere Wien
StadtWildTiere