11.000 Beobachtung im StadtWildTiere-Wien Projekt

05.08.2021, JSi
Am 13.12.2020 wurde in der Vorweihnachtszeit die 11.000 Beobachtung über unsere Projektseite StadtWildTiere-Wien eingetragen. Mit seinem Foto „Flug der Saatkrähen zu ihren Schlafquartieren“, hatte Stefan Georgiev diese Marke erreicht. Wir freuen uns mit Stefan über diesen Meilenstein und möchten den ambitionierten Tierfotografen in einem kurzen (E-Mail) Interview einmal genauer vorstellen.

Am 13.12.2020 wurde in der Vorweihnachtszeit die 11.000 Beobachtung über unsere Projektseite StadtWildTiere-Wien eingetragen. Mit seinem Foto „Flug der Saatkrähen zu ihren Schlafquartieren“, hatte Stefan Georgiev diese Marke erreicht. Wir freuen uns mit Stefan über diesen Meilenstein und möchten den ambitionierten Tierfotografen in einem kurzen (E-Mail) Interview einmal genauer vorstellen.

Team StadtWildTiere & Wilde Nachbarn

„Lieber Stefan, vielen Dank für deine zahlreichen Meldungen. Mit deiner Unterstützung haben wir die Marke der 11.000 Beobachtung erreicht! Was hat dich denn dazu bewogen, bei dem Projekt StadtWildTiere mitzuwirken?“

Stefan Georgiev

„Ich bin seit 2018 aktiv beim Projekt. Obwohl ich seit vielen Jahren sehr interessiert an der Fotografie allgemein bin, habe ich erst seit ein paar Jahren angefangen mich damit zu beschäftigen. Eine Liebe für Tiere allgemein habe ich immer gehabt, aber mit dem neuen Hobby habe ich meine Liebe für Tierfotografie entdeckt. Ich habe angefangen Tiere in Tier- und Naturparks zu fotografieren und eine Arbeitskollegin hat mich auf die Plattform StadtWildTiere aufmerksam gemacht. Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich nicht daran gedacht, wie viele und welche unterschiedlichen Wildtiere sich in der städtischen Umgebung befinden.

Bisher habe ich immer gedacht, in der Stadt gibt es nur Tauben und Ratten. Ich war zum Beispiel sehr überrascht, wie ich Biber in der Donau gesehen habe. Durch meine Aktivität auf der Plattform bin ich viel aufmerksamer geworden, was Wildtiere betrifft, und seitdem „sehe“ ich viel mehr. Beim Wandern und Spazierengehen habe ich immer (wenn möglich) meine Kamera mit, speziell um Tiere für die Plattform zu fotografieren.

Ich habe es auch geschafft eine Spaziergang-Runde in meiner Arbeit einzuführen, wo wir in den Stadtparks in der Nähe (10. Bezirk) nach Eichhörnchen, Feldhamstern, Spechte und andere Tiere suchen. Unser Plan war sogar die Spaziergang-Runde auf das Wochenende auszuweiten, wo wir länger gehen und suchen können (wurde aber wegen Corona derzeit eingestellt).“

Team StadtWildTiere & Wilde Nachbarn

„Was schätzt du besonders an dem Projekt?“

Stefan Georgiev

„Ich arbeite selbst in einer Institution, die sich massiv mit Bewusstseinsbildung beschäftigt und weiß das zu schätzen. Ich bin selbst sehr aufmerksam geworden, seitdem ich so viel über die Wildtiere in der Stadt (und auch außerhalb) dank der Plattform gelernt habe. Also bei mir hat die Bewusstseinsbildung definitiv was bewirkt. Am Projekt schätze ich auch, dass es sehr lebendig ist. Es passiert dauernd was, z.B. die Veranstaltungen, die ich aus Zeitgründen noch nicht besucht habe, aber auch, dass es oft Rückmeldungen bezüglich meiner Beobachtungen gibt, mit wertvollen Informationen sowie Diskussionen, wenn es Unklarheiten gibt. Auch die Anerkennung, dass man auf der Plattform aktiv ist und Spaß daran hat, ist für mich sehr wertvoll.“

Team StadtWildTiere & Wilde Nachbarn

„Es freut uns sehr zu hören, dass du ein „Auge“ für unsere wilden Nachbarn entwickelt hast. Gibt es eine Beobachtung mit Wildtieren, die dir in besonderer Erinnerung geblieben ist?“

Stefan Georgiev

„Fast alle Beobachtungen blieben bei mir in Erinnerung. Ich kann aber schon sagen, dass ich die Ziesel in den Blumengärten Hirschstetten sehr gerne beobachte und fotografiere und bin deswegen sehr oft dort, obwohl ich auf der anderen Seite von Wien wohne. Ich bin auch sehr überrascht, dass es so viele Turmfalken in der Stadt gibt, hatte davor nie bemerkt. Auch die Biber in der Donau, die ich leider nicht fotografieren konnte, waren für mich eine große Überraschung. Dadurch habe ich mehr dazu gelesen und bin über „Flumi, der freundliche Biber“ aus der Bibergehege in der Lobau gestolpert. Meine Frau und ich haben ihn sehr oft besucht und waren sehr traurig wie er gestorben ist. Letztes Jahr hatten wir am Balkon 2-3 kleine Sonnenblumen, die 2 Stieglitze angelockt haben. Deswegen haben wir heuer 20 große Sonnenblumen eingepflanzt und hatten eine ganze Familie mit Nachwuchs zu Besuch (insgesamt haben wir 9 Vögel auf einmal gezählt). Ich kann zu jeder Beobachtung etwas erzählen, da ich das sehr gerne mag und immer sehr erfreut bin, wenn ein gutes Foto gelingt. Ich mag auch die Herausforderung einer besonders schwierigen Foto-Beobachtung, wie z.B. die Libellen, die schwer zu erwischen und schwer zu bestimmen sind.“

Team StadtWildTiere & Wilde Nachbarn

„Lieber Stefan, auch für uns ist jede Wildtierbeobachtung etwas Besonderes und bleibt uns in Erinnerung. Wir freuen uns sehr, dass du ein Teil unserer StadtWildTiere-Community bist und sind bereits auf deine weiteren Meldungen gespannt! Vielen Dank für das nette (E-Mail) Interview!

Stefan Georgiev

„Vielen Dank für den regen Austausch. Ich freue mich sehr, dass ich mit meinen Aktivitäten auf der Plattform einen nachhaltigen Beitrag leisten konnte :) "

Artporträt

Sciurus vulgaris
Spermophilus citellus